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NTSB investigators walk the scene of the Mar. 22 collision between an Air Canada Express plane and a firefighting vehicle on Runway 4 at LaGuardia Airport.
25 Mar 2026

NTSB- und TSB-Untersuchungen: Tödlicher Zusammenstoß zwischen Flugzeug und Feuerwehrauto in LaGuardia zeigt Lücken in den Sicherheitssystemen der Landebahn auf

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Der tödliche Zusammenstoß zwischen einem Air Canada Express-Jet und einem Feuerwehrauto auf dem New Yorker Flughafen LaGuardia hat nach Angaben von Ermittlern des Bundes kritische Schwachstellen in den Sicherheitsprotokollen für Landebahnen aufgedeckt.

Das National Transportation Safety Board (NTSB ) bestätigte, dass das Bodenüberwachungssystem des Flughafens vor dem Zusammenstoß keinen Alarm auslöste, weil das Feuerwehrauto keinen Transponder besaß - ein Gerät, das seine Position an die Fluglotsen übermittelt hätte.

Das NTSB hat noch keinen vollständigen schriftlichen Bericht veröffentlicht, aber die Behörde hat den offiziellen Eintrag in den Unfallbericht für die LaGuardia-Kollision veröffentlicht. Dies ist die maßgebliche Quelle für alle vorläufigen Informationen.

By Aaron Davis - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=92740474

Offizieller NTSB-Unfallbericht: DCA26MA161

Zeitlicher Ablauf des Unfalls

  • 23. März 2026, kurz vor Mitternacht: Air Canada-Flug 8646, ein CRJ-900-Jet mit 76 Passagieren an Bord, wurde zur Landung auf einer Landebahn in LaGuardia freigegeben.
  • Nur 20 Sekunden vor dem Aufprall erhielt ein Löschfahrzeug der Hafenbehörde (Aircraft Rescue and Firefighting (ARFF)) die Freigabe, dieselbe Landebahn zu überqueren, während es auf einen anderen Notfall mit einem Flugzeug der United Airlines reagierte.
  • Der Jet prallte mit hoher Geschwindigkeit in das Feuerwehrauto, tötete beide Piloten und verletzte 39 Passagiere und Besatzungsmitglieder, von denen sechs weiterhin im Krankenhaus liegen.

Bildnachweis: Wikipedia Creative Commons Lizenz.

Titelbild oben: NTSB-Ermittler begehen den Schauplatz des Zusammenstoßes vom 22. März zwischen einer Air Canada Express-Maschine und einem Feuerwehrfahrzeug auf der Landebahn 4 des Flughafens LaGuardia.

Von National Transportation Safety Board - https://x.com/NTSB_Newsroom/status/2036154533441683493, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=186816134

Versagen des Sicherheitssystems: Keine Warnung ausgelöst

Das Landebahnwarnsystem ASDE-X des Flughafens löste keinen Alarm aus, weil das Feuerwehrauto nicht über einen Transponder verfügte. Ohne diesen konnte das System weder die Anwesenheit des Fahrzeugs noch seine Nähe zur aktiven Landebahn erkennen.

Die NTSB-Vorsitzende Jennifer Homendy erklärte: "Fluglotsen sollten über alle Informationen und Hilfsmittel verfügen, um ihre Arbeit zu erledigen. Sie müssen Informationen über Bodenbewegungen haben, egal ob es sich um Flugzeuge oder Fahrzeuge handelt, die sich bewegen".

Details der Untersuchung und unbeantwortete Fragen

  • Handlungen der Feuerwehrleute: Die Ermittler haben die beiden Feuerwehrleute in dem Lastwagen noch nicht befragt und wissen auch nicht, ob sie versuchten, zu bremsen oder zu wenden, um den Zusammenstoß zu vermeiden.
  • Flugverkehrskontrolle: Zwei Fluglotsen waren im Dienst, wie es für eine Mitternachtsschicht typisch ist. Einer gab dem Lastwagen die Freigabe, die Landebahn zu überqueren, während das Flugzeug bereits im Sinkflug war. Homendy warnte davor, den Fluglotsen Ablenkung vorzuwerfen und verwies auf die hohe Arbeitsbelastung.
  • Flugdaten: Das NTSB hat den Flugdatenschreiber noch nicht untersucht und auch die Cockpit-Kommunikation noch nicht vollständig ausgewertet.

Breitere Sicherheitsbedenken

Der Absturz hat die Debatte über die Anforderungen an Transponder für Bodenfahrzeuge neu entfacht. Die FAA befürwortet zwar deren Verwendung, schreibt sie aber nicht vor. Homendy sagte, das NTSB sei der Ansicht, dass Transponder für alle Flughafenfahrzeuge Standard sein sollten.

Die ehemalige Generalinspektorin des US-Verkehrsministeriums, Mary Schiavo, fügte hinzu: "Sobald ein Flugzeug die Landeerlaubnis erhalten hat - und das war bei diesem Flugzeug der Fall - gehört ihm die Landebahn. Es wird ernsthafte Fragen darüber geben, was die FAA getan hat, wer im Tower war und ob die Personalausstattung ausreichend war".

Personalmangel an Flughäfen und Stillstand der Regierung als Ursache?

Mehrere Nachrichtenagenturen haben sich mit der Frage befasst, ob der teilweise Stillstand der US-Regierung und der daraus resultierende Personalmangel an den Flughäfen indirekt zu der Kollision mit der LaGuardia-Piste beigetragen haben könnte. In diesen Berichten wird kein ursächlicher Zusammenhang behauptet, sondern es wird von Verspätungen, beeinträchtigtem Flughafenbetrieb und angespannten Personalsystemen berichtet, die den Hintergrund für den Unfall bildeten.

Zwei große Medien berichteten, dass die Schließung des Flughafens die Ankunft der NTSB-Spezialisten verlangsamte, die versuchten, New York zu erreichen, um mit den Ermittlungen zu beginnen.

  • CBC News berichtete, dass die Ermittler an anderen Flughäfen in mehrstündigen Schlangen vor der TSA festsaßen, weil unbezahlte TSA-Mitarbeiter sich krank meldeten oder kündigten, was zu Schließungen von Kontrollstellen und langen Verzögerungen führte. Eine Mitarbeiterin der Flugsicherung des NTSB wartete drei Stunden in den Sicherheitskontrollschlangen in Houston, bevor die Behörde intervenierte, um sie durchzulassen.
  • Die New York Times berichtete über ähnliche Verzögerungen und merkte an, dass die NTSB-Vorsitzende Jennifer Homendy sagte, der Stillstand mache es "zu einer wirklich großen Herausforderung, das gesamte Team hierher zu bringen", und dass einige Ermittler New York erst am nächsten Tag erreichen konnten.

In diesen Berichten geht es um die Verzögerungen bei den Ermittlungen, nicht um den Absturz selbst.

Spekulationen über Personalknappheit und operative Überlastung

In einigen Berichten wurde die Frage aufgeworfen, ob der Personalmangel am Flughafen - einlandesweit bekanntes Problem - eine Rolle bei den Bedingungen gespielt haben könnte, die zu der Kollision führten.

Diese Punkte wurden in der Berichterstattung angesprochen:

  • Die New York Times wies darauf hin, dass ein Fluglotse offenbar zur gleichen Zeit, als sich der Air Canada-Jet im Endanflug befand, einen anderen Notfall mit einem anderen Flugzeug leitete.
  • Im selben Artikel wurde hervorgehoben, dass das NTSB noch nicht bestätigt hat, wie viele Fluglotsen im Dienst waren oder wie die Verantwortlichkeiten während des Vorfalls aufgeteilt waren.
  • CBC News betonte, dass die Schließung der Flughäfen zu einem weit verbreiteten Personalmangel bei der TSA geführt habe, da einige Mitarbeiter gekündigt hätten und andere ohne Bezahlung arbeiteten, was zu einer Überlastung des gesamten nationalen Luftverkehrssystems geführt habe.

Gegenposition von Bundesbeamten:

  • amNewYork berichtete, dass das US-Verkehrsministerium die Behauptungen über Personalknappheit am Flughafen LaGuardia selbst widerlegte und erklärte, der Flughafen sei mit 33 zertifizierten Fluglotsen und sieben in der Ausbildung "gut besetzt" - leicht unter dem Soll, aber nicht kritisch knapp.

Wie sich diese Erzählungen überschneiden

Die entstehende Mediendiskussion stellt die Situation folgendermaßen dar:

  • Die nationale Luftfahrtinfrastruktur stand aufgrund des Stillstandsunter Stress, insbesondere die Personalausstattung der TSA und des DHS.
  • Die Ermittlungen des NTSB verzögerten sich, was Fragen nach den allgemeinen Auswirkungen des Stillstands auf die Aufsicht über die Flugsicherheit aufgeworfen hat.
  • Es gibt Spekulationen darüber, ob die Arbeitsbelastung der Fluglotsen, die geteilte Aufmerksamkeit oder die Personalausstattung zu dem Fehler bei der Abfertigung beigetragen haben könnten, der dazu führte, dass ein Rettungswagen eine aktive Landebahn überqueren konnte.
  • Bundesbeamte bestreiten, dass die Personalausstattung des LaGuardia-Towers unzureichend war.

Bisher hat noch kein Medienunternehmen Beweise für einen direkten Zusammenhang zwischen der Abschaltung und der Kollisionveröffentlicht, aber die Berichterstattung zeigt, dass in der Öffentlichkeit zunehmend darüber diskutiert wird, ob systembedingte Belastungen - vonPersonalmangel bis hin zu Überlastung -Bedingungen geschaffen haben könnten, die einen kritischen Fehler wahrscheinlicher machten.

Was kommt als Nächstes?

Die NTSB-Untersuchung wird Folgendes untersuchen:

  • Die Kommunikation zwischen Kontrollturm, Flugzeug und Feuerwehrfahrzeug
  • Personalausstattung und Aufgabenteilung im Tower
  • Sicherheitsprotokolle für die Bewegung von Einsatzfahrzeugen
  • Empfehlungen für die obligatorische Verwendung von Transpondern

Die Behörde kann Sicherheitsempfehlungen an die FAA aussprechen, die jedoch nicht bindend sind.

TSB-Einsatz nach einer Flugzeugkollision auf dem LaGuardia Airport, New York

Gemäß internationalen Vereinbarungen entsendet die kanadische Verkehrssicherheitsbehörde (Transportation Safety Board of Canada, TSB) ein Untersuchungsteam zur Unterstützung der nationalen Verkehrssicherheitsbehörde (National Transportation Safety Board, NTSB) bei der Untersuchung des Absturzes vom 22. März 2026, an dem ein Flugzeug vom Typ Jazz Aviation CRJ900 und ein Bodenfahrzeug auf dem Flughafen LaGuardia, New York, beteiligt waren.

Gemäß Anhang 13 des Abkommens über die internationale Zivilluftfahrtdürfen Informationen über den Verlauf und die Ergebnisse der Untersuchung nur mit ausdrücklicher Zustimmung des NTSB veröffentlicht werden.

Weitere Informationen:

https://www.tsb.gc.ca/eng/medias-media/deploiement-deployment/aviation/2026/20260323.html?

https://www.ntsb.gov/investigations/Pages/DCA26MA161.aspx?

https://www.cbc.ca/news/world/livestory/air-canada-crash-la-guardia-airport-investigation-update-9.7138217?

https://www.yahoo.com/news/articles/laguardias-runway-warning-system-didnt-162306390.html?

https://www.cbsnews.com/newyork/news/laguardia-plane-crash-air-canada-ntsb-lga/