de
Photo by the Ontario Police
09 Mar 2026

Kanadische Beamte retteten 23 Eisfischer, nachdem die Eisdecke auf dem Huronsee weggebrochen war

de

Photo by the Ontario Provincial Police
  Cover photo above and photo  in text both by the Ontario Provincial Police taken in connection with the rescue.

OWEN SOUND, Ontario - Kanadische Rettungskräfte retteten am Sonntag, den 8. März 2026, 23 Menschen per Hubschrauber, nachdem die Eisdecke, auf der sie standen, vom Ufer weggebrochen und in den Huronsee getrieben war, so die Behörden.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Owen Sound an der Georgian Bay, etwa 200 Kilometer nordwestlich von Toronto, als Wind und Strömung ein großes Schelfeis etwa zwei Kilometer vom Land wegdrückten. Das treibende Eis brach daraufhin in mehrere Teile, so dass Dutzende von Eisfischern gestrandet und einige teilweise im eiskalten Wasser untergetaucht waren.

Die Polizei der Provinz Ontario (OPP) teilte mit, dass die Beamten kurz vor Mittag des 8. März die Meldung erhielten, dass zahlreiche Personen auf dem treibenden Eis in der Nähe von Balmy Beach festsitzen würden. Rettungskräfte der polizeilichen Luft- und Schifffahrtseinheiten, der örtlichen Feuerwehren, des Rettungsdienstes und anderer Behörden wurden zu einer groß angelegten Rettungsaktion mobilisiert.

Zwei Hubschrauber führten mehrere Flüge durch, um die gestrandeten Personen vom Eis zu befreien, während sich die Bedingungen weiter verschlechterten. Nach Angaben der Behörden bewegte sich die Eisscholle und brach auseinander, was die Gefahr für die Gestrandeten erhöhte.

Gegen 14:30 Uhr waren nach Angaben der Polizei alle 23 Personen sicher ans Ufer gebracht worden. Es wurden geringfügige Verletzungen gemeldet, die in erster Linie auf Unterkühlung zurückzuführen waren, aber die Beamten sagten, dass sich alle Geretteten voraussichtlich vollständig erholen würden.

Der nahe gelegene Cobble Beach Golfplatz wurde als Landezone und Triagebereich genutzt, wo die Rettungskräfte die geretteten Personen nach der Bergung per Hubschrauber aufnahmen.

Fischer beschreiben den Moment, als das Eis zu treiben begann

Mehrere Mitglieder der Gruppe waren Berichten zufolge beim Eisfischen, als sich das Eis vom Ufer löste. Ein Fischer, Kevin Fox, schrieb in den sozialen Medien, er habe erst gemerkt, dass etwas nicht stimmte, als er sein GPS-Gerät überprüfte.

"Ich habe auf mein GPS-Gerät geschaut. Wir bewegten uns", schrieb Fox und fügte hinzu, dass sich hinter dem treibenden Eis Wellen bildeten.

Als sich die Situation verschlimmerte, versuchten einige der Gestrandeten, sich in Richtung dickeres Eis zu bewegen, während andere teilweise in das eiskalte Wasser fielen, während die Scholle in kleinere Teile zerbrach.

Schnelle Rettung verhinderte Tragödie

Nach Angaben der Polizei wurde die Situation schnell lebensbedrohlich, da in dem fast eiskalten Wasser die Gefahr einer Unterkühlung bestand. Dank der guten Koordination zwischen Flugzeugbesatzungen, Feuerwehrleuten und Sanitätern konnten alle Personen innerhalb von etwa zweieinhalb Stunden nach dem ersten Notruf sicher geborgen werden.

Die Behörden warnten später, dass die Erwärmung der Temperaturen und das instabile Eis der Spätsaison die gefrorenen Wasserwege besonders gefährlich machen können. Die Polizei riet der Öffentlichkeit dringend, sich zu dieser Jahreszeit nicht auf das Eis zu wagen, da sich die Bedingungen aufgrund von Wind, Strömungen und schwankenden Temperaturen schnell ändern können.

Quellen: