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26 Jul 2026

Kanadische Studie stellt Zusammenhang zwischen Waldbrandrauch und Anstieg der Krankenhausaufnahmen wegen Migräne fest

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OTTAWA — Eine neue kanadische Studie hat ergeben, dass die Zahl der Migräne-bedingten Krankenhausaufnahmen in Zeiten von Waldbrandrauch stark ansteigt, was die zunehmenden gesundheitlichen Belastungen durch immer heftigere Waldbrandsaisons unterstreicht.

Forscher von Health Canada analysierten fast eine Million Notaufnahmen wegen Migräne und starker Kopfschmerzen in Alberta und Ontario zwischen 2010 und 2023. Sie stellten einen Anstieg der Krankenhausaufenthalte um 6 Prozent fest, die mit Feinstaub (PM 2,5) aus Waldbränden in Verbindung standen – Partikel, die etwa 30-mal dünner sind als ein menschliches Haar.

Der Neurologe Dr.William Kingston vom Sunnybrook Health Sciences Centre in Toronto bezeichnete den Anstieg als „eine beträchtliche Zahl“ und wies darauf hin, dass bereits etwa 14 Prozent der Kanadier von Migräne betroffen sind . Er erklärte, dass Rauch, Stress und Wetteränderungenals äußere Auslöser wirken können, und forderte die Patienten auf, ihre Symptome in rauchreichen Zeiten intensiver zu behandeln.

Gesundheitsexperten empfehlen, täglich die Luftqualitätsindizes zu überprüfen, Fenster geschlossen zu halten, Luftfiltersysteme zu nutzen und im Freien N95-Masken zu tragen, wenn die Schadstoffwerte hoch sind.

Die in JAMA veröffentlichten Ergebnisse untermauern die wachsenden Hinweise darauf, dass Waldbrandrauch nicht nur zu Atemwegs- und Herzproblemen, sondern auch zu neurologischen Auswirkungen beiträgt – ein Grund zur Sorge, da Kanada mit Rekord-Brandperioden konfrontiert ist.

 

Schlussfolgerungen der Studie:

In dieser groß angelegten Fall-Crossover-Studie zu Notaufnahmen in Alberta und Ontario wurde eine akute Exposition gegenüber PM2,5 aus Waldbränden mit einer erhöhten Zahl von Notaufnahmen wegen MOPHS in Verbindung gebracht. Zusammenhänge wurden über Provinzen, Geschlechter und die meisten Altersgruppen hinweg beobachtet und waren bei PM2,5 aus Waldbränden stärker ausgeprägt als bei PM2,5 an Tagen ohne Waldbrände. Weitere Forschungsarbeiten zur Untersuchung potenzieller Vermittlungswege, einschließlich Mechanismen im Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit,³² sowie die Bewertung von Maßnahmen wie der Verringerung der Rauchbelastung durch Raumluftfilterung, das Tragen von N95-Masken und andere Vermeidungsstrategien könnten dazu beitragen, künftige Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens im Hinblick auf die Exposition gegenüber PM2,5 aus Waldbränden zu gestalten.³¹

 

Weiterführende Literatur: 

https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2852072?guestAcces…

https://www.cbc.ca/news/health/migraine-wildfire-study-9.7282333?