Österreichische feuerwehrfreundliche Arbeitgeber ausgezeichnet – Sicherheit als Faktor für wirtschaftlichen Erfolg
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Am 23. Juni wurden 16 österreichische Unternehmen vom Österreichischen Bundesfeuerwehrverband gemeinsam mit Arbeitsministerin Korinna Schumann mit dem Preis „Feuerwehrfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet.
Diese Unternehmen unterstützen seit vielen Jahren Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich bei den örtlichen Feuerwehren engagieren. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung des österreichischen Feuerwehrsystems und zur Gewährleistung der Einsatzbereitschaft rund um die Uhr.
Österreichs Feuerwehren sind auf die Unterstützung der Arbeitgeber angewiesen, da es letztlich jedem Unternehmen selbst obliegt – freiwillig und nach eigenem Ermessen –, zu entscheiden, ob Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlassen dürfen, um zu einem Notfalleinsatz zu eilen. Diese Entscheidung kann nur vom Arbeitgeber getroffen werden. Arbeitsbelastung, Personalmangel und andere Abwesenheiten müssen berücksichtigt werden, weshalb eine gesetzlich vorgeschriebene Freistellung für freiwillige Feuerwehrleute negative Auswirkungen auf die Unternehmen und letztlich auch auf die Feuerwehrleute selbst auf dem Arbeitsmarkt hätte.
Feuerwehrpräsident Robert Mayer brachte seine Dankbarkeit zum Ausdruck:
„Umso wichtiger ist es für uns zu betonen, wie sehr wir Unternehmen schätzen, die den Wert unserer freiwilligen Feuerwehrleute für die Gesellschaft anerkennen und unseren Männern und Frauen während der Arbeitszeit entgegenkommen, damit sie bei Notfällen ausrücken oder an Übungen teilnehmen können. Viele Unternehmen gestatten den Feuerwehren zudem, ihre Räumlichkeiten für Übungen zu nutzen – ein Vorteil sowohl für die Feuerwehr als auch für das Unternehmen, da sich die Einsatzkräfte so mit dem Gelände vertraut machen können. So ist sichergestellt, dass sie im Falle eines Vorfalls gut vorbereitet sind.“

Preisträger 2026
Die Auszeichnungen wurden im Raiffeisen-Forum in Wien von Feuerwehrpräsident Robert Mayer, Ministerin Korinna Schumann und den jeweiligen Landesfeuerwehrkommandanten überreicht.
Die Auszeichnungen – von großen internationalen Konzernen bis hin zu kleinen Familienbetrieben – verdeutlichten die vielfältigen Möglichkeiten, wie Arbeitgeber Unterstützung leisten können.
Burgenland
- Josef Kamper Gesellschaft m.b.H.
- Vossen GmbH & Co. KG
Kärnten
- Omya GmbH
- Raiffeisenbank Mittelkärnten eG
Niederösterreich
- Benediktinerstift Melk
- Feuerschutz Bayer GmbH
Oberösterreich
- IDEAL Kältetechnik GmbH
- AGRANA Stärke GmbH
Salzburg
- Leube Zement GmbH
- METALL‑Tech Brugger Manfred GmbH
Steiermark
- Pfleger Bau GmbH
- Steirerfleisch GmbH
Tirol
- Zitt – Transporte Erdbau GmbH & Co. KG
- Holzbau Lengauer-Stockner GmbH
Wien
- Anna Kölbl, Landwirtschaft
- collaborative.cloud e.U.

Minister Schumann:
„Vieles von dem, was unsere Gesellschaft stark macht, wäre ohne das Engagement engagierter Menschen nicht möglich. Die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren ist eng mit der Unterstützung durch die Arbeitgeber verbunden. Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern ermöglichen, bei Notfällen zu helfen, an Übungen teilzunehmen oder wichtige Schulungen zu absolvieren, leisten sie einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft und die Sicherheit unseres Landes. Die ausgezeichneten Unternehmen zeigen eindrucksvoll, dass wirtschaftlicher Erfolg, soziale Verantwortung und ehrenamtliches Engagement keine Gegensätze sind – sie verstärken sich gegenseitig.“
Sonderpreis für INTERSPAR Österreich
Seit 2025 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Bundesfeuerwehrverband und INTERSPAR Österreich. Die für die INTERSPAR-Standorte zuständigen Feuerwehren profitieren von den Spenden, die Kunden über Pfandquittungen leisten. Bis zum 26. Juli sind zudem in allen INTERSPAR-Filialen eigens kreierte „Floriani-Brötchen“ erhältlich, deren gesamter Erlös der Unterstützung der österreichischen Feuerwehr zugutekommt.
INTERSPAR-Geschäftsführer Johannes Holzleitner erklärte:
„Feuerwehren leisten jeden Tag hervorragende Arbeit für unsere Gesellschaft. Durch Pfandquittungsspenden und das Floriani-Brötchen geben wir unseren Kunden die Möglichkeit, die Feuerwehren in ihren Gemeinden und die Jugendfeuerwehr direkt zu unterstützen. Wir sind aufrichtig dankbar für diese Auszeichnung – sie gebührt unserem Team und unseren Kunden, die diese Unterstützung erst möglich machen.“
Feuerwehrpräsident Mayer fügte hinzu:
„Die Gewährleistung der Einsatzbereitschaft tagsüber und alle Maßnahmen, die uns ein schnelles Reagieren ermöglichen, sind von unschätzbarem Wert. Ich danke allen feuerwehrfreundlichen Arbeitgebern von ganzem Herzen, die unser System auf so vielfältige Weise unterstützen und damit zeigen, dass neben wirtschaftlichen Erwägungen auch soziale Verantwortung, Menschlichkeit und Sicherheit in Österreich entscheidende Erfolgsfaktoren sind.“---
Ein einzigartiges System: Die Feuerwehr in Österreich
Die österreichische Feuerwehr wird hauptsächlich von Freiwilligen getragen. Jeder 25. Österreicher ist Mitglied einer der rund 4.800 Feuerwehren (etwa 4.500 Freiwillige Feuerwehren, sechs Berufsfeuerwehren und rund 300 Betriebsfeuerwehren). Dank dieses dichten und gut organisierten Netzwerks kann Hilfe innerhalb weniger Minuten fast jeden Einsatzort im Land erreichen – oft tagelang, über Regionen hinweg und sogar international, ohne den lokalen Schutz zu beeinträchtigen.
Eine vom Parlament im Jahr 2019 verabschiedete Lohnfortzahlungsregelung ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen (Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei Großereignissen mit mehr als 100 Einsatzkräften über einen Zeitraum von mehr als acht Stunden) Ausgleichszahlungen an bestimmte Unternehmen (200 € pro Mitarbeiter und ausgefallenem Arbeitstag). Dies kann jedoch nur geltend gemacht werden, wenn der Einsatzkraft ein Angestellter ist. Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband setzt sich seit langem dafür ein, den Anspruchsbereich beispielsweise auf Selbstständige und Landwirte auszuweiten sowie das Antragsverfahren zu vereinfachen.
Fotos: Mathias Seyfert
Die beigefügten Fotos sowie jene, die unter dem untenstehenden Link (in höherer Auflösung) verfügbar sind, dürfen im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung kostenlos verwendet werden, sofern die Quelle korrekt angegeben wird: FEUERWEHR.AT/Seyfert
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