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Firefighter exercising doing pushups. Photo: Wikipedia Commons License.
14 Apr 2021

Bewegung verringert das Risiko, schwer von Covid-19 betroffen zu sein

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Covid-Patienten, die körperlich inaktiv waren, haben einer neuen Studie zufolge ein deutlich höheres Risiko, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, intensivmedizinisch versorgt zu werden und zu sterben.

Es ist bereits bekannt, dass Fettleibigkeit, hohes Alter und Grunderkrankungen wie Diabetes das Risiko erhöhen, von Covid-19 schwer betroffen zu sein. Nun zeigt die Forschung, dass auch körperliche Inaktivität ein Risikofaktor ist.

Für Feuerwehrleute könnte das eine gute Nachricht sein: Ein durchtrainierter Körper hat eine bessere Lungenkapazität und Muskelkraft und damit eine bessere Ausgangsposition, um die Krankheit ohne Komplikationen abzuwehren.

An einer US-Studie, die kürzlich im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht wurde, nahmen fast 50.000 Menschen mit der Diagnose Covid-19 im Jahr 2020 teil. In den Jahren 2018 und 2019 wurden die Patienten gefragt, wie viel sie sich während einer normalen Woche bewegen (die Frage wurde eher als allgemeines Anliegen gestellt und nicht in Bezug auf Covid, da dieses Virus noch nicht bekannt war).

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Sedierender Lebensstil verdoppelt das Risiko von Komplikationen mehr als

Die Antworten wurden in drei Kategorien eingeteilt, und die Forscher verglichen dann die Antworten über das Aktivitätsniveau damit, wie krank die Patienten bei Covid-19 wurden.

- Inaktiv (null bis zehn Minuten Bewegung pro Woche)

- Ziemlich aktiv (11-149 Minuten pro Woche)

- Aktiv (mehr als 150 Minuten pro Woche)

Die Ergebnisse zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen der körperlichen Aktivität und der Schwere der Erkrankung der Patienten gibt. Bei Inaktivität war das Risiko einer Krankenhauseinweisung mehr als doppelt so hoch wie bei Aktivität. Inaktive Patienten hatten auch ein zweieinhalb Mal höheres Sterberisiko als aktive.

Die Forscher konnten auch feststellen, dass diejenigen, die ein wenig aktiv waren, ein geringeres Risiko hatten, im Krankenhaus zu landen, als diejenigen, die völlig inaktiv waren, was zeigt, dass selbst ein wenig Bewegung sehr wichtig sein kann.

Inaktivität drittgrößter Risikofaktor - schlimmer als Rauchen

Den Forschern zufolge ist körperliche Inaktivität der drittgrößte Risikofaktor für Covid-19, nach dem Alter und der Organtransplantation. Die Studie zeigt auch, dass körperliche Inaktivität ein größerer Risikofaktor ist als das Rauchen.

Ein Grund dafür, dass körperliche Betätigung insbesondere bei Covid-19 vor einer schweren Erkrankung schützt, ist, dass körperliche Aktivität das Risiko einer systemischen Entzündung verringert, die das Problem bei der Art von Lungenfunktionskomplikationen darstellt, von denen viele Covid-19-Patienten betroffen sind.

Foto: (Oben:) Feuerwehrmann, der Liegestütze macht. Foto: Wikipedia Commons Lizenz.