de
Select language
Screenshot from the YouTube video by The Telegraph, featured below in this article.
17 May 2021

Hochhausbrand in Poplar im Osten Londons hatte eine ähnliche Verkleidung wie der Grenfell Tower

de
Select language

Am Freitag, den 7. Mai, wurden die Rettungskräfte gegen 9 Uhr morgens zu einem Hochhaus im Osten Londons gerufen. Berichten zufolge ähnelte die Verkleidung der des Grenfell Tower, in dem 72 Bewohner bei dem berüchtigten Brand 2017 ihr Leben verloren.

Die London Fire Brigade (LFB) teilte mit, dass rund 125 Feuerwehrleute und 25 Löschfahrzeuge in die Fairmont Avenue entsandt wurden.

38 Erwachsene und vier Kinder wurden vor Ort von Sanitätern wegen Schock und Rauchvergiftung behandelt. Zwei Erwachsene wurden wegen Rauchvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Berichten zufolge besteht die Verkleidung des Gebäudes aus einem ähnlichen Material wie der Grenfell Tower.

Die Tragödie im Grenfell Tower war ein großer Schock für das Vereinigte Königreich und löste eine öffentliche Untersuchung sowie anhaltende Bedenken hinsichtlich der Sicherheit einiger Hochhäuser aus.

Die Ursache des Brandes wird derzeit untersucht.

Im Jahr 2017, nach dem Hochhausbrand im Grenfell Tower, wurde offiziell festgestellt, dass 600 Gebäude in London die gleiche Art von Verkleidung wie der Grenfell Tower hatten.

Im Januar 2020 gab ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens, das die Verkleidung hergestellt und einem Brandtest unterzogen hatte, zu, dass der Brandtest der Verkleidung teilweise gefälscht worden war und dass das Unternehmen, für das er arbeitete, vorsätzlich Betrug begangen hatte.

Einem Artikel in der britischen ZeitungThe Guardian zufolge wusste das Unternehmen Celotex, das die Styroporverkleidung für den Grenfell Tower lieferte, dass die Dämmplatten nicht brandsicher waren.

Celotex habe sich "völlig unethisch" verhalten, räumteJonathan Roper , ein ehemaliger stellvertretender Produktmanager, der persönlich an den Brandtests bei Celotex beteiligt war, unter Eid in einem Prozess ein.

Bild: (Oben) Screenshot aus dem Augenzeugenvideo, das von The Telegraph auf You Tube veröffentlicht wurde.